FREIE PLÄTZE: 1 Platz bis 12 Uhr
Stella Doschek

Erziehungspartnerschaften

Für eine gute Tagespflegebetreuung ist es das wichtigste, eng mit den Eltern des Tagespflegekindes zusammen zu arbeiten. Zum einen, um etwas über das Kind und das Umfeld in dem das Kind aufwächst zu erfahren. Zum anderen, um dem Tagespflegekind parallel in Abstimmung mit den Eltern z.B. Werte, Regeln, Rituale, Tagesabläufe oder andere Dinge beizubringen oder zu vermitteln. Hierzu werden regelmäßige Gespräche geführt, sogenannte Tür-und Angelgespräche, in dem wichtige Informationen von beiden Seiten ausgetauscht werden können, z.B.  „wie war das Wochenende?“, Gesundheit des Kindes, Ansteckungsgefahr innerhalb der Gruppe, Wochenplanung z.B. Spielplatzausflüge oder Essensplan. Regelmäßige Entwicklungsgespräche können jederzeit terminlich vereinbart werden, hierzu komme ich auch gerne zu den Eltern nach Hause. Das Wichtigste für das Tagespflegekind ist es aber einfach zu sehen, dass sich Eltern und Tagespflegeperson gut verstehen, um selber ein gutes Vertrauen zu einer weiteren Bezugsperson aufbauen zu können. Aus diesem Grund sollten Probleme, Ängste oder Sorgen um das Kind sofort angesprochen werden, um evtl.  Konflikte zu vermeiden und eine gute Vertrauensbasis zu schaffen.


Eingewöhnungszeit

Für die Eingewöhnungszeit nach dem “Berliner Modell“ sollten wir uns gemeinsam 4 Wochen Zeit nehmen, um dem Kind einen sanften Einstieg in die neue Situation zu geben. Jedes Kind kommt anders mit einer neuen Umgebung zurecht und braucht unterschiedlich lange um sich in die Gruppe einzufinden. Vor allem braucht es Zeit sich an die neue Bezugsperson zu gewöhnen. Während der Eingewöhnung, kann man sich gegenseitig etwas besser kennenlernen und bekommt als Elternteil einen Einblick in den Tagesablauf der Tagespflegestelle. Hierzu lade ich die Eltern ein mit dem Kind am Vormittag oder am Nachmittag, je nach Vereinbarung, in der Anfangszeit 1 bis maximal 2 Stunden Freispielzeit mitzuerleben. In dieser Zeit können wir und die Kinder uns gegenseitig kennenlernen und austauschen. In der Anfangszeit sollte noch kein Trennungsversuch unternommen werden. Erst wenn sich das Kind an die neue Umgebung gewöhnt hat, sollte man den ersten Versuch machen. Das kann  bei jedem Kind unterschiedlich lange sein. Beim ersten Verabschieden nehmen wir uns viel Zeit, um das Kind erst mal ankommen zu lassen. Später werden die Zeitabstände dann immer kürzer. Die Eltern sollten dann immer in der Nähe bleiben, um schnell wieder zurückkommen zu können. Kuscheltier oder Schnuffeltuch sind in dieser Zeit wichtige Tröster und sollten immer mit dabei sein. Je nachdem wie gut sich das Kind an die neue Situation gewöhnt und das Verabschieden geklappt hat, machen wir ein paar Probetage an denen das Kind zur vertraglich vereinbarten Zeit gebracht und abgeholt wird. Die Eltern sollten an diesen Tagen rufbereit sein, um im Falle des Falles schnell wieder da sein zu können. An diesen Tagen sprechen wir beim abholen noch einmal gemeinsam darüber wie das Kind die neue Situation aufgenommen hat und annimmt oder ob es noch Schwierigkeiten gibt und die Eingewöhnung noch etwas Zeit braucht oder nicht.